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#thelma_winery

Gin Vergleich – Die besten Sorten

Was ist Gin?

Menschen, die nur selten zu Spirituosen greifen, stellen sich vielleicht die Frage: Was ist Gin überhaupt? Das Wort „Gin“ leitet sich vom Französischen „Genévrier“ ab und bedeutet übersetzt „Wacholder“. Dabei handelt es sich um einen mindestens 37,5%igen Schnaps, der meist farblos ist und dessen Wurzeln vermutlich bis ins mittlere 17. Jahrhundert zurückreichen. Heute wird der Wachholderschnaps weltweit gerne getrunken. Doch woraus und wie wird er eigentlich gemacht? Welche Sorten gibt es und welche Mixgetränke werden damit hergestellt? Der folgende Artikel klärt diese und weitere Fragen rund um das Thema „Gin“ und wartet mit einigen leckeren Cocktail Rezepten auf.

Unsere Top 4 Gins

9.9
Neutraler Gin aus Spanien
Infos zum Gin-Anbieter
  • Mediterranear Gin aus Katalonien
  • Aus Zutaten wie Oliven, Thymian, Basilikum und Rosmarin
  • Mehrfach ausgezeichnet 
  • Serviert mit 1724 Tonic Water und Rosmarin
8.9
Schwarzwald Dry Gin
INFOS ZUM GIN-ANBIETER
  • Aus dem Schwarzwald
  • Insgesamt 47 handverlesene Zutaten – 1/3 aus dem Schwarzwald
  • Sowohl pur als auch in Mischgetränken ein Genuss
  • Serviert mit 1724 Tonic Water und Limette
7.9
Costa Vicentina (Portugal)
  • Destilliert in Hamburg 
  • Intensiver Wachholder und Zitronen Geschmack
  • Typisch weiße Tonflasche schützt Aromen
  • Serviert mit Fentimans Tonic und Zitrusschale
7.8
Charakteristischer englischer Gin
INFOS ZUM GIN-ANBIETER
  • Ursprungsland ist England
  • Aus Zutaten wie Gurken- und Rosenblattessenzen
  • Apothekerflasche im viktorianischen Design mit Korkverschluss
  • Serviert mit Fentimans Light Tonic Water und Gurke

Diese Gin Sorten gibt es

Die Sorten unterscheiden sich mitunter durch Geschmacksrichtungen, Herstellungsprozesse und Herkunft. Nur wer sich an bestimmte Regelungen, die die Produktion betreffen, hält, darf seinen Schnaps offiziell als Gin bezeichnen. Daneben gibt es inoffizielle Sorten, deren Herstellung sich nicht nach diesen Vorgaben richtet. Zu ihnen zählen häufig ganz außergewöhnliche Kreationen, die durch den zusätzlichen Freiraum entstehen können. Liegt ein geografischer Hintergrund vor, darf der Schnaps, ungeachtet seiner Herstellungsweise, Gin genannt werden. Im Folgenden werden die zwölf offiziellen, inoffiziellen und geografischen Sorten vorgestellt.

Offizielle Ginsorten

Sloe Gin

Bei der Sorte Sloe handelt es sich um eine Art Likör mit Schlehen-Aroma, der, aufgrund seines geringen Alkoholgehalts von rund 30% vol., eigentlich nicht als Gin zu bezeichnen ist. Dennoch zählt diese Form des Wachholderschnaps zu den offiziellen Sorten. Um die Bitteraromen des roten Schnapses abzumildern, kommen hier 100 Gramm zusätzlicher Zucker auf jeden Liter.  Dank seiner äußerst fruchtigen Note, bietet er sich vor allem für den Einsatz in Cocktails an. Zum empfehlen ist hier beispielsweise der Sloe von Monkey 47.

Sloe Gin der Marke Monkey 47
Schwarze Gin Flasche der Marke Hendricks

Dry Gin

Weltweit erfreut sich der Dry Gin der größten Beliebtheit. Er zeichnet sich durch ein starkes Wacholderaroma aus, das häufig durch fruchtig-spritzige Botanicals, wie Orange oder Zitrone, ergänzt wird. Dieser Sorte darf kein Zucker beigemischt werden, was auch Zuckerersatzstoffe einschließt. Ein moderne Form des Dry ist der Hendrick`s.

London Dry Gin

Hersteller des London Dry Gins müssen sich an die strengsten Vorgaben unter den Produzenten halten. Nur 0,5 Gramm Zucker pro Liter und keinerlei künstliche Aromen dürfen hier zum Einsatz kommen. Der trockene Branntwein schmeckt nach Wacholder und besitzt oftmals eine würzige Note, die sich aus verschiedenen Kräutern zusammensetzt. Ein klassisches Beispiel für einen London Dry ist der Bombay Sapphire.

Klassische Blaue Bombay Sapphire Flasche
Sevilla Gin der Marke Tanquary

Distilled Gin

Ein Distilled Gin muss mindestens zweifach destilliert werden und ist ebenfalls an einer präsenten Wacholdernote zu erkennen. Eine etwas andere Form dieser Sorte stellt der Tanqueray Flor de Sevilla dar. Neben Wacholder ist er mit Orangen, Honig und Zitronen angereichert.

Weitere Informationen über Ginsorten

Ginsorten mit geografischem Hintergrund

Gin de Mathón

Diese Sorte wird hierzulande selten bis gar nicht getrunken und darf, wie der Name bereits verrät, ausschließlich in Mathón, der Hauptstadt von Menorca, produziert werden.

Plymouth Gin

Diese Sorte hat seinen Namen der englischen, am Hafen gelegenen Stadt Plymouth zu verdanken und darf per Gesetz nur dort hergestellt werden. Plymouth Gin verfügt über erdige Geschmacksnoten, während das Wacholderaroma vergleichsweise etwas dezenter ausfällt. Heute existiert nur noch eine Destillerie, die diesen Branntwein nach seinem ursprünglichen Rezept zubereitet.

Vilnius Gin

Der Vilnius Gin stammt aus der Hauptstadt Litauens und darf auch nur dort, also in Vilnius, hergestellt werden.

Inoffizielle Ginsorten

Cream Gin

Einen Cream erhält man, wenn man London Dry Gin mit Sahne und Zucker mischt. Entsprechend hat der Schnaps eine leicht cremige Konsistenz und schmeckt äußerst süß. Was die Aromen betrifft, so sind vordergründig hauptsächlich Zitrone und Vanille zu schmecken, die das doch recht gewöhnungsbedürftige Getränk abrunden. Aktuell befasst sich nur ein einziger Hersteller, Masters of Malt, mit der Produktion des Cream Gins.

Bathtub Gin

Die Bezeichnung Bathtub Gin bezieht sich auf die Zeit der Prohibition, in der Brände schlechter Qualität aus der Not heraus in Badewannen vermengt und destilliert wurden. Heute wird Bathtub Branntwein natürlich nicht mehr auf diese Art hergestellt und erfüllt entsprechend höhere Qualitätsansprüche. Der spezielle Schnaps wird häufig in auffallend kleinen Flaschen verkauft und schmeckt traditionell nach Wacholder, Weizen, Orange und Kardamom.

Genever

Genever ist, aufgrund seiner Herstellungsweise, streng genommen nicht zu den Gins zu zählen. In der Produktion wird Getreide-Maische mit einem Wachholderschnaps Destillat vermengt, woraus dann der Genever entsteht, der noch einen langen Reifungsprozess vor sich hat. Der cognacfarbene Schnaps wird vor allem in Holland und Belgien getrunken.

Compound Gin

Diese Sorte wird nur einfach destilliert und gewinnt seine Aromen ausschließlich durch das Einlegen von Botanicals im Alkohol. Je nachdem, welche Botanicals verwendet werden, verfärbt sich das Destillat leicht grünlich, gelblich oder rosa. Entsprechend gehört der Compound zu den Sorten niederer Qualität und ist in Deutschland nicht sehr beliebt. Versucht man sich zum ersten Mal daran, einen Wachholderschnaps selber zu machen, sollte man sich einen Compound zum Ziel nehmen. So gelingt ein relativ leichter Einstieg.

Reserve Gin

Dieser Schnaps wird häufig auch als „Barrel aged Gin“ oder „Yellow Gin“ bezeichnet und basiert auf einem Dry Gin. Bei der Herstellung des Reserve spielen Holzfässer, die früher andere Spirituosen, wie Brandy oder Whiskey, enthalten haben, eine Rolle. In diese wird der Schnaps gefüllt und anschließend für einen gewissen Zeitraum gelagert. So färben die „alten“ Aromen auf den „neuen“ Branntwein ab und verleihen ihm zusätzlich eine gelbe bis braune Farbe.

Old Tom Gin

Diese Sorte ist quasi der Urahne des Gins, wie wir ihn heute trinken, wird aber immer noch verkauft und ist vor allem in England sehr beliebt. Im 18. Jahrhundert, als die Produktion durch königliche Regelungen beinahe unmöglich gemacht wurde, florierte die Schwarzbrennerei. Die meisten Kneipen ließen sich nicht davon abhalten, verschiedene Gins auszuschenken, mussten sich aber diskretere Wege dafür einfallen lassen. Einige Barbesitzer kamen auf die Idee, gusseiserne Katzen außen an ihren Gebäuden zu befestigen. Warf ein Passant einen Penny ins Maul einer solchen Katze, wurde hinter den Mauern ein Hahn geöffnet und der Schnaps floss aus den Läufen des Tieres, wo er geschickt und unauffällig aufgefangen werden konnte. Ins Deutsche übersetzt bedeutet „Old Tomcat“ in etwa „alter schwarzer Kater“, wodurch sich die Namensgebung für diesen Schnaps erklärt. Old Tom überzeugt geschmacklich durch eine angenehme Süße, eine sehr milde Wacholdernuance und ein vollmundiges Profil.

New Western Dry Gin

New Western Dry wird hauptsächlich pur getrunken oder in Cocktails gemischt. Die geschmackliche Basis bildet auch hier der Wacholder, welcher aber oftmals weit in den Hintergrund rückt. Dies gelingt durch den Einsatz und die Kombination verschiedenster Botanicals, die den New Western Dry zu einem besonders vielfältigen und experimentellen Branntwein machen.

Gin Tonic – Welche Gins sind geeignet?

Beim Gin Tonic kommt es weniger auf den richtigen Wachholderschnaps an sich, sondern auf dessen Harmonie mit dem verwendeten Tonic Water an. Entscheidet man sich für ein intensives Tonic Water, wie Schweppes, das viel Eigengeschmack mitbringt und sich durch eine sehr präsente bittere Note auszeichnet, sollte der verwendete Branntwein entsprechend geschmacksstark sein. In diesem Fall bietet sich beispielsweise der No. 1 London Dry oder der Monkey 47 an. Nimmt man dagegen ein mildes Tonic Water, wie das Gents Swiss Roots, sollte dieses mit einem feinen Gin kombiniert werden. Dann ist unter anderem der Beefeater zu empfehlen. Ein Tonic Water das sich ebenfalls sehr gut kombinieren lässt, kommt aus dem Hause Thomas Henry. 

Weitere Informationen über Gin

Aus was wird Gin gemacht?

Der Ausgangsstoff für Wachholderschnaps muss nur eines sein: kohlenhydrathaltig. Häufig werden Melasse oder Getreide verwendet. Daneben gibt es rund 120 weitere Zutaten, die bei der Herstellung in Frage kommen. Dazu gehören Ingwer, Anis, Mönchspfeffer, Muskat, Apfelkerne und Orangenschalen, aber auch verschiedene Beeren, Zitronengras und Bittermandeln.

Wie wird Gin hergestellt?

Zur Herstellung sind drei unterschiedliche Verfahren verbreitet, die eine große Gemeinsamkeit haben: Der Alkohol wird in Kupfer destilliert. Das liegt zum einen daran, dass beim Brennen Kupferionen freigegeben werden, die in der Lage sind, Blausäure zu binden. Diese kann durch das Brennen mancher Früchte entstehen und ist natürlich nicht gern gesehen.  Zum anderen steigern die Kupferionen im Allgemeinen die Qualität des Destillats.

Das Pot-Still Verfahren

Das sogenannte Pot-Still-Verfahren zeichnet sich durch einen diskontinuierlichen Brennvorgang aus. Das Getreide wird in drei Durchgängen gebrannt, wobei die Kupferblase nach jedem Durchgang gereinigt werden muss. Bereits nach der ersten „Runde“ im Destillator liegt der Alkoholgehalt bei rund 20% vol. Sind alle drei „Runden“ durchlaufen, hat das Destillat eine Stärke von etwa 80% vol. erreicht und der Destillations-Prozess ist abgeschlossen.

Das Coffey-Still Verfahren

Beim Coffey-Still-Verfahren wird kontinuierlich destilliert. Die Reinigung der Blase bestimmt sich in diesem Fall nach zeitlichen Intervallen. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass der Alkoholgehalt der so erzeugten Destillate mit bis zu 94% vol. deutlich höher liegt.

Das Lomond-Still Verfahren

Das dritte Verfahren nennt sich Lomond-Still-Verfahren. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus den zuvor beschriebenen Herangehensweisen, was dieses Verfahren äußerst aufwändig und dadurch eher unrentabel macht. Heute wird Wachholderbranntwein nur noch sehr selten auf diese Weise hergestellt.

Je nach Hersteller, erfolgt die Aromatisierung des Gins während oder nach der Destillation. Dabei sind zwei Herangehensweisen üblich:

Die Mazeration

Bei der Mazeration werden die Aromastoffe, also Früchte, Gewürze und Kräuter, dem Rohalkohol hinzugefügt und mit ihm destilliert. Diese Art der Aromatisierung hat den Vorteil, dass sehr starke Aromen im Destillat verbleiben.

Die Aromaaufnahme über die Dämpfe

Hierbei werden die Alkoholdämpfe, die bei der Destillation entstehen, in Richtung der Gewürze gelenkt, sodass die Aromen über die Dämpfe aufgenommen werden. Diese Vorgehensweise sorgt für eine eher dezentere Aromatisierung.

Wie schmeckt Gin?

Der Geschmack von Gin kann unglaublich vielfältig sein und daher kaum allgemein beschrieben werden. Er wird zum einen vom angewandten Verfahren, zum anderen aber auch durch die zugegebenen Früchte, Kräuter und Gewürze – Botanicals genannt – und davon, in welcher Weise diese dem Destillat zugesetzt werden, beeinflusst. Demnach existieren sowohl sehr herbe, bittere Gins, als auch welche mit fruchtigen und feinen Aromen. Dies bringt sowohl Vor-, als auch Nachteile mit sich. Einerseits stellt die große Vielfalt an Geschmacksnuancen sicher, dass der Markt garantiert Gins zu bieten hat, die den ganz persönlichen Geschmack treffen. Andererseits ist Gin dadurch eben nicht gleich Gin. Sprich: Greift man blind drei Flaschen aus dem Regal, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jeder Schnaps anders schmeckt. Ob einem der Branntwein also schmeckt, hängt ganz vom individuellen Produkt ab. Klassische Gins haben allesamt einen starken Wacholdergeschmack gemeinsam, während neuere Kreationen davon abweichen können. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hendrick’s Gin, bei dem Rosen- und Gurkennoten den Wacholder vom Thron stoßen. Der bekannte Monkey 47 schafft es dagegen, ganze 47 Botanicals in einem Schnaps zu vereinen.

Welche Marken sind gängig?

Die Gesamtauswahl an Gin Marken ist riesig, doch es gibt Schnäpse bestimmter Hersteller, die in Deutschland besonders gerne gekauft werden und demnach auch in vielen Getränkemärkten und Spirituosenläden zu finden sind. Dazu gehören die deutschen Marken Duke und Siegfried Gin, aber auch internationale Gins, wie Tanqueray, Brockmans und Hendrick’s Gin.

Mehr zu Gin Marken.

Gin mixen - Mit was kann man Gin mischen?

Gin wird klassischerweise mit Tonic Water gemischt, kann alternativ aber auch in  Kombination mit Ginger Beer genossen werden. Den Schnaps einfach nach Belieben mit Säften und Softdrinks zu mischen, gilt unter Kennern als wahre Todsünde. Stattdessen bietet es sich an, auf bewährte Gin Cocktails zurückzugreifen.

Übrigens:Die ideale Trinktemperatur für Gin liegt zwischen 13 °C und 15 °C.

Wie trinkt man Gin - Longdrink und Cocktail Rezepte

Nachfolgende werden vier beliebte Cocktailrezepte, die Gin enthalten, vorgestellt:

Gin Tonic

Der Klassiker unter den Cocktails der lediglich zwei Zutaten hat: Gin und Tonic Water. Das Mischverhältnis kann zwischen 1:1 und 1:3 nach Belieben variiert werden. Wichtig ist, dass der verwendete Schnaps und das Tonic Water zusammenpassen und sich gut ergänzen. Welches Tonic Water zu welchen Sorte passt, wurde bereits in einer Textpassage weiter oben erläutert.

Gin Basil Smash

Etwas ausgefallener wird es mit dem Basil Smash Cocktail, der nach einem flachen Glas verlangt. Der Drink wird aus den Zutaten Gin, Basilikum, Zuckersirup, Zitronensaft und Eiswürfel gemixt. Dabei ist es notwendig, frische Basilikumblätter zu verwenden, um ein intensives Geschmackserlebnis zu erhalten. Zunächst wird etwas Zuckersirup mit dem Basilikum in den Shaker gegeben und dort mit einem Stößel vermischt. Erst durch das Anstoßen der Basilikumblätter entfaltet sich deren frisch-herbes Aroma. Anschließend kommen Zitronensaft, Schnaps und schließlich die Eiswürfel dazu. Alles gut shaken – fertig. Für den Basil Smash eignet sich Bombay besonders gut.

Gin Fizz

Zitronensaft, Wachholderschnaps, Zuckersirup, Soda, ein paar frische Zitronenscheiben und Eiswürfel ergeben den beliebten Longdrink Gin Fizz. Experten raten dazu, zu Bombay oder Tanqueray Gin zu greifen. Man füllt 8 cl Soda, 3 cl Zitronensaft, 1 cl Zuckersirup und 4,5 cl Schnaps in einen Shaker, gibt die Eiswürfel dazu und schüttelt das Ganze ordentlich durch. Zum Schluss wird das Getränk in ein großes Glas gefüllt und mit Zitronenscheiben garniert. Alternativ können die Zitronenscheiben auch vor dem Mischen zum Getränk gegeben und mit dem Stößel zerkleinert werden, sodass sich die einzelnen Fruchtzellen lösen. In diesem Falle sollte eine Bio-Zitrone verwendet werden. Natürlich kann das Mischverhältnis des Grundrezeptes auch hier ganz nach den eigenen Vorlieben verändert werden. Wer beispielsweise einen stärkeren Geschmack bevorzugt, reduziert einfach den Anteil des Sodas.

Negroni

Der Negroni besticht durch seine strahlend rot-orangene Farbe. Für diesen Cocktail werden Campari, Gin und roter Wermut zu gleichen Teilen vermengt, bevor der Drink mit einer Orangenscheibe verfeinert wird.

Daneben gibt es natürlich noch viele weitere leckere Rezepte, die es sich lohnt, auszuprobieren. Beispiele hierfür sind der Dry Martini, der himbeerige Clover Club, der Bramble mit Brombeeren, der Gin Buck und der Earl Grey Martini, der Wachholderbranntwein und Tee aufeinandertreffen lässt.

Was kostet guter Gin im Durschnitt?

Der Preis hängt von der Größe der Flasche, der Marke und den verwendeten Botanicals ab. Die meisten Sorten werden in 0,7 Liter Flaschen verkauft, wobei bei günstigeren Produkten auch 1 Liter Größen nicht selten sind. Die wirklich teuren Tropfen findet man dagegen häufiger in 0,5 Liter Flaschen. 0,7 Liter niedrigpreisiger Gin ist teils schon ab 13€ zu haben. Nach oben hin sind die Grenzen mehr oder weniger offen. Der, bereits mehrfach erwähnte, Monkey 47 kostet beispielsweise um einiges mehr, was sich hauptsächlich auf die große Anzahl an enthaltenen Botanicals zurückführen lässt. Für 0,5 Liter müssen hier 32€ bezahlt werden.

Was sollte beim Kauf von Gin beachtet werden?

Bevor man sich aufmacht, um einen Gin zu kaufen, sollte man sich gewisse Gedanken darüber machen, was beim Kauf beachtet werden muss:

Zweck

Im Vorhinein ergibt es Sinn, sich zu überlegen, wofür man den Schnaps verwenden möchte. Möchte man Cocktails oder Longdrinks daraus zaubern, kommt man in der Regel mit einem günstigeren aus. Die teuren Sorten sind dagegen zu schade, um in Mischgetränken zum Einsatz zu kommen und sollten stattdessen pur genossen werden. Ist ein purer Konsum geplant, muss entsprechend stärker auf Qualität geachtet werden.

Qualität

Wie qualitativ hochwertig ein Schnaps ist, lässt sich zum einen am Preis, zum anderen aber auch am Geruch und Geschmack erkennen. Möchte man sich einen wirklich wertigen Branntwein zulegen, empfiehlt es sich, diesen in einem Fachgeschäft für Spirituosen zu erwerben. Hier ist es für gewöhnlich kein Problem, verschiedene Sorten zu probieren, bevor man sich für eine davon entscheidet. Treten in Geruch und Geschmack Nuancen zum Vorschein, die über das pure Wacholderaroma hinausgehen und schmeckt er vollmundig, reich und rund, spricht dies für eine gute Qualität, während ein stumpfer, bitterer Geruch und Geschmack  auf niedrige Qualität hindeutet.

Preis-Leistung

Letztendlich sollten Preis und Qualität des Gins gegeneinander abgewogen werden.

Übrigens:Besonders günstigen Branntwein findet man bei den Discountern, wie Aldi, während zum Beispiel Rewe zumeist auch eine Auswahl mittel- und hochpreisiger Gins im Angebot hat.

Gibt es bestimmte Gin Gläser?

Gin kann aus verschiedenen Gläsern getrunken werden. Zu welchem Glas man greift, kommt ganz darauf an, wie man das Getränk serviert – zum Beispiel pur, in Longdrinks oder als Cocktail. Je nach Verwendungszweck bieten sich Longdrinkgläser, Copa Gläser, Becher, Highball Gläser, Cocktailgläser oder Old Fashioned Gläser an.

Mehr zum Thema Gin Gläser.

Was bewirken Botanicals?

Bei Botanicals handelt es sich um pflanzliche Extrakte, die quasi als Gewürze für den Schnaps fungieren. Die meisten Gin Sorten werden mit sechs bis zehn Botanicals versehen. Die Pflanzenextrakte, darunter Früchte, Hölzer und Kräuter, können dem Gin aber auch Zuhause nachträglich zugesetzt werden.

Wozu benötigt man einen Zestenreißer?

Der Zestenreißer hilft dabei, die Schale von Früchten in feinen Streifen abzuschaben, wobei lediglich die oberste Schicht abgetragen wird. So erhält man die sogenannten Zesten, die möglichst frei von Bitterstoffen sind und sich zur Dekoration von Desserts, zum Verfeinern von Speisen und zum Garnieren von Cocktails eignen.

Fazit: Gin – mehr als „nur“ Wacholderschnaps

Gin ist eine alte, vielseitige und weltweit gern getrunkene Spirituose, wobei in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedliche Sorten bevorzugt werden. Wer sich für Wachholderbranntwein interessiert, sollte sich ausgiebig über die einzelnen Sorten und Marken informieren und ruhig verschiedenes ausprobieren – manchmal dauert es eben ein bisschen, bis man seinen Favoriten gefunden hat.

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